Aufzugstrends: Wohin die Branche bis 2030 steuert

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Die Aufzugbranche bewegt sich von der reaktiven Reparatur hin zur datengestützten Wartung. Bis 2030 werden vernetzte Aufzüge und vorausschauender Service zum Standard, nicht zur Ausnahme.
Vier Kräfte treiben den Wandel: alte 2G-, 3G- und PSTN-Verbindungen werden abgeschaltet, die Nachhaltigkeitsvorgaben werden strenger, die Cybersicherheitspflichten nehmen zu, und die Aufzugnormen setzen inzwischen digitale Alarmierung und Überwachung voraus. Dieser Leitfaden erklärt, was jede dieser Veränderungen bedeutet und wie Sie die Aufzüge vorbereiten, die bereits im Feld sind.

Von der reaktiven Reparatur zur datengestützten Wartung

Ein fester Wartungsplan sagt Ihnen, wann ein Aufzug gewartet werden soll. Echtzeitdaten sagen Ihnen, ob er es tatsächlich braucht.
Mit Sensoren und einer Überwachungsplattform erkennen Serviceteams Probleme früh, planen Arbeiten nach dem tatsächlichen Zustand und vermeiden unnötige Einsätze. Das Ergebnis sind weniger Ausrückungen, ein besserer Technikereinsatz und geringere Lebenszykluskosten. Es verändert auch die Servicebeziehung: Der Anbieter liefert dauerhaften Wert, statt nur ein Produkt zu verkaufen.

Was den Wandel antreibt

Die Konnektivität wandert. Da 2G-, 3G- und PSTN-Netze abgeschaltet werden, muss jeder Aufzug mit einer alten Verbindung auf 4G oder LTE umgestellt werden. Eine verwaltete SIM hält diese Verbindung netzübergreifend zuverlässig. Die Zeitpläne unterscheiden sich je nach Land. Der praktische Schritt ist daher, zu prüfen, welche Ihrer Aufzüge noch von alter Konnektivität abhängen, und die Umstellung zu planen.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird strenger. Nach der CSRD müssen Organisationen messbare Umweltergebnisse über Energieverbrauch, Ressourcen und Produktlebenszyklen nachweisen. Aufzugdaten fließen in diesen Nachweis ein: Energieprofile, längere Lebensdauer der Anlagen und weniger Vor-Ort-Einsätze sind alle berichtsfähige Ergebnisse.
Cybersicherheit ist jetzt Infrastruktur. NIS2 und IEC 62443 stellen Anforderungen, die von der Fernadministration bis zu Lieferantenbeziehungen reichen. Ein vernetzter Aufzug wird Teil des Sicherheitsbereichs eines Gebäudes. Deshalb zählen Zugriffskontrolle, Firmware-Verwaltung, Überwachung und Prüfprotokolle von der ersten Entwurfsentscheidung an.
Aufzugnormen setzen Digitales voraus. Die EN81-28:2022 regelt Fernnotruf und Fernüberwachung für Aufzüge und drängt die Branche zu vernetzten Anlagen, die aus der Ferne getestet und protokolliert werden können.

KI-gestützter Service

Daten, Cloud-Plattformen und maschinelles Lernen unterstützen die Serviceplanung zunehmend, bevor eine Technikerin oder ein Techniker eintrifft. Die Kombination aus Diagnoseprotokollen, Alarmdaten und Wartungshistorie ermöglicht eine vorläufige Fehlerdiagnose, eine empfohlene Maßnahme und eine im Voraus bereitgestellte Teileliste. Das bedeutet bessere Planung, mehr Reparaturen beim Erstbesuch und weniger vergebliche Fahrten.
Mit SafeLine Nova, einer an SafeLine Orion angeschlossenen Aufzugsteuerung, lassen sich die meisten Störungen aus der Ferne diagnostizieren und beheben, ohne Vor-Ort-Einsatz.

Vorbereitung: eine Roadmap in fünf Schritten

Organisationen, die das gut bewältigen, gehen meist in derselben Reihenfolge vor.
  1. Prüfen Sie den Bestand: Aufzugmodell, Kommunikationsmodul, SIM und APN sowie Energieprofil.
  2. Migrieren Sie auf 4G oder LTE, bevor die Netze abgeschaltet werden.
  3. Standardisieren Sie Teile, Softwareversionen und technische Daten, damit Upgrades über den gesamten Bestand skalieren.
  4. Integrieren Sie Betriebsdaten in Facility-Management- und Überwachungssysteme für vorausschauende Wartung und Nachhaltigkeitsberichte.
  5. Verankern Sie Sicherheit: Netzsegmentierung, Systemhärtung, Patch-Management und Prüfprotokolle von Anfang an.

Die Rolle von SafeLine

SafeLine Orion ist eine herstellerunabhängige Überwachungsplattform. Sie zeigt den Live-Status jedes Aufzugs in einem Bestand, erfasst Ereignisse mit Zeitstempel und belässt die Daten beim Gebäudeeigentümer statt beim Dienstleister. SafeLine LYRA erfasst Betriebsdaten vom Kabinendach und sendet sie an Orion. So lässt sich ein gemischter Bestand jeder Marke und jeden Alters von einer Plattform aus überwachen, ohne Anbindung an die Aufzugsteuerung.
Für die Notrufkommunikation führt Orion außerdem den Konformitätsnachweis. Die EN81-28-Notruf-Konformität beruht auf drei Teilen, die zusammenwirken: SafeLine SIM für die Konnektivität, das SL6 zum Auslösen der Not- und Testrufe und Orion zum Protokollieren und mit Zeitstempel Versehen. Keine einzelne Komponente stellt die Konformität allein her.
Für den Bestand trägt die SafeLine-Hardwarefamilie die Migration. SL6 Orion rüstet bereits im Feld installierte SL6-Geräte per Firmware auf, sofern das Gerät über das 4G-Modul verfügt, sodass die Alarmkennung ohne Hardwaretausch auf digitale Signalisierung umgestellt wird. GLX bringt ältere Geräte an alten PSTN-Leitungen in Orion, sodass ihr Konformitätsnachweis auf die Plattform wandert, ohne das Telefon in der Kabine zu wechseln.
Organisationen, die diese Veränderungen jetzt vornehmen, setzen den Standard, dem andere folgen. SafeLine begleitet seine Kunden und Partner durch den Übergang.
Henrik Gyllander, CEO, SafeLine Group

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Trends, die die Aufzugbranche bis 2030 prägen?

Vier Verschiebungen prägen das Jahrzehnt. Alte 2G-, 3G- und PSTN-Netze werden abgeschaltet, was einen Wechsel auf 4G oder LTE erzwingt. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird unter der CSRD strenger. Die Cybersicherheitspflichten steigen unter NIS2 und IEC 62443. Und Aufzugnormen, darunter die EN81-28:2022 für digitale Alarmierung und Überwachung, setzen zunehmend vernetzte Anlagen voraus.

Wie wirkt sich die PSTN- und 2G-Abschaltung auf Aufzugunternehmen aus?

Jeder Aufzug, der für sein Notruftelefon noch eine PSTN- oder 2G-Verbindung nutzt, muss auf 4G oder LTE umgestellt werden, bevor dieses Netz abgeschaltet wird. Die Abschalttermine unterscheiden sich je nach Land. Der praktische Schritt ist daher, zu prüfen, welche Aufzüge betroffen sind, und die Umstellungen entlang des lokalen Zeitplans zu planen. Eine verwaltete SIM hält die neue Verbindung netzübergreifend zuverlässig.

Was bedeutet NIS2 für Aufzug-Servicebetriebe?

NIS2 weitet die Cybersicherheitspflichten auf mehr Organisationen aus, die mit Gebäudesystemen arbeiten. In der Praxis bedeutet das, zu steuern, wer auf einen vernetzten Aufzug zugreifen darf, zu verwalten, wie Firmware ausgerollt wird, auf Sicherheitsereignisse zu achten und Lieferanten zu überwachen. Das früh einzubauen ist einfacher, als es später nachzurüsten.

Macht ein einzelnes SafeLine-Produkt einen Aufzug EN81-28-konform?

Nein. Die EN81-28-Notruf-Konformität beruht auf drei Teilen zusammen: SafeLine SIM für die Konnektivität, das SL6 zum Auslösen der Not- und Testrufe und SafeLine Orion zum Protokollieren und mit Zeitstempel Versehen. Orion führt den datierten Nachweis, der zeigt, dass die Rufe stattgefunden haben und wann.

Wie können sich Aufzugunternehmen auf die anstehenden Veränderungen vorbereiten?

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Aufzugmodell, Kommunikationsmodul, SIM und Energieprofil. Migrieren Sie auf 4G oder LTE vor den Netzabschaltungen. Standardisieren Sie Upgrade-Teile und -Prozesse, damit sie über den Bestand skalieren. Integrieren Sie dann Servicedaten in eine Überwachungsplattform für vorausschauende Wartung und Nachhaltigkeitsberichte.
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